#05 -- the rapture's pieces of the people we love

Der Sprit ist wieder teurer geworden. 5 Cent per Liter. Von Gestern auf Heute. Per Nacht. Ein Dilemma, das nicht länger nur auf den Schultern der Autofahrer beheimatet ist. Die Diaspora der Leidtragenden wird nicht mehr nur hier und dort von einer Blechlawine zerrissen. Nein. Die Wunden klaffen sichtbar überall und es werden immer mehr. Hauptangeklagter in dem imaginären Prozess um den weltweiten Ressourcenverbrauch, die USA. Wie im Wahn lacht dieser Staat im Exess auf der Anklagebank.
Vor den Türen des Gerichtssaals sitzen vier junge Herren. Ihre Blicke schweifen von hier nach dort und wieder zurück. Gegenseitig erzählen sie sich die haarsträubendsten Witze, unbeschwert. Mit einer Leichtigkeit, die alles, was hinter verschlossenen Türen passiert, ausblendet.
The Rapture sind sich treu gebliebe. Zwar waren bei ihrem Zweitling die Popfaktoren dominanter, als bei seinem bereits drei Jahre alten Geschwisterchen, dennoch sind das The Rapture. Wie sie leiben und leben. The Pieces of the People That We Love war einst ein Opus bestehend aus dreißig Stücken. Ein Drittel dessen schaffte den Sprung auf das finale Produkt.
Einer der vier grinst, als sich in der Ferne der nähernde Bus erahnen lässt. Tatsächlich hoch über ihrer Köpfen ragt das Schild: "Bus Stop". Abgelaufene Sohlen zeugen von einem weiten Weg, den sie bis hierhin gegangen sind. Zuversicht steht in ihre unbekümmerten Gesichter geschrieben, kurz bevor sie in das überproportionale Gefährt steigen.
Während sie samt Bus am Horizont verschwinden, scheint sicher, dass man von diesen Burschen noch mehr hören will und hören wird.
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wolkenwelt - 14. Sep, 11:23
