#12 -- Maximilian Hecker's I'll be a Virgin, I'll be a Mountain

Wie aus höchsten Höhen gestoßen, der unaufhaltbare Fall hinunter. In tiefste Tiefen. Dem Undenkbaren ins Auge schauend. Tausend Kissen bedecken den Boden. Das große Finale endet nicht in einem farblosen Nichts. Der Schmerz bleibt. Betäubt durch die Stunden des Fallens, liegt die Welt hinter einem blassen Vorhang. Gefühle schimmern hindurch, liegen dennoch in der Ferne.
Alles was nach vorne zeigt führt in die Dunkelheit des Ungewissen. Zurück also. Die Flucht in Gedanken. Farben und Formen entstehen, verändern sich ohne Stillstand. Aus dem Farbspiel wird eine plötzliche Klarheit. Starr begreift man was geschah.
Als wäre das nur ein Film und als würde es ein Sequel geben, schreibt Maximilian Hecker ein Album, das Zukunftsvisionen in die Dunkelheit malt. Die Farben entleiht er der Vergangenheit. Ohne zu zerreissen, umhüllt einen dieses Werk. Ein Unikat.
Zwischen Klavier und Gitarre, zwischen Heimweh und Fernweh, Hecker hat seine Nische gefunden. „I’ll be a Virgin, I’ll be a Mountain“ ist der unvernünftige Wunsch alles zu besitzen, was unerreichbar schheint. Die Schönheit dieser Melancholie, überwältigt.
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[ 22 - 09 - 2006 ] [ V2 Records;Rough Trade ]
wolkenwelt - 21. Sep, 15:02

